Corona Naturtipps für Kinder

Zunächst einmal möchten wir Euch auf die NAJU Seite unseres Bundesverbandes hinweisen.

Wenn ihr auf mehr klickt, kommt ihr direkt zur Seite der NAJU (Naturschutzjugend) dort

findet ihr schon viele Ideen zum schmöckern und ausprobieren.

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06.04.2020 Osterspezial

Von Hasen und Ostereiern

Tipp1 Das beste Naturfoto aus Eurem Garten oder von Eurem Balkon

 

Der Frühling ist wunderschön. Wenn man mit offenen Augen durch die Natur läuft, kann man viele schöne, interessante, seltsame, erstaunliche Dinge entdecken. Macht Euch auf die Suche nach den Wundern der Natur in Eurer näheren Umgebung im Garten, auf dem Balkon, vielleicht sogar auf dem Gehsteig vor der Haustüre.

 

Ihr werdet es gar nicht glauben können, was Ihr alles entdecken könnt. Krabbelnde Käfer, wunderschöne blühende Blumen und Sträucher, zwitschernde Vögel, vielleicht auch eine dicke Hummelkönigin auf Wohnungssuche, ...

 

Macht ein Foto von Eurem Naturwunder und schickt es uns. Die besten 10 Bilder werden im nächsten Newsletter veröffentlicht. 

 

Tipp 2: Gründonnerstagssuppe -  Wir kochen eine „Unkrautsuppe“

Das Erwachen der Natur

 

Die germanische Göttin Ostera, Tochter
der Göttin Frigg und des Gottes Wotan,
kämpfte jedes Frühjahr gegen die
Eisriesen des Winters und besiegte diese. Eis und Frost mussten sich zurückziehen und das Licht, die
Sonne und die Wärme hielten Einzug. Die
Natur erwachte aus Ihrem Winterschlaf.
Überall wuchs neues
Leben hervor.

 

Einer Legende nach wurde die Göttin Ostera einmal von Jägern gejagt. Damit Sie entkommen konnte, wurde Sie von der obersten Gottheit in einen Hasen verwandelt. Seit dieser Zeit läuft Ostera im Frühjahr über das Land und versteckt bunte Eier als Zeichen des erwachenden Lebens. 

 

Ob es diese Göttin wirklich gegeben hat, ist umstritten. Überliefert ist aber, dass die
Germanen das Erwachen der Natur mit einem bedeutenden Fest feierten, das später
von den Christen als Osterfest übernommen wurde. Dieses Fest fand an dem Tag statt,
an dem Tag und Nacht gleich lang waren, bzw. der Tag des ersten Vollmondes im
Frühjahr. (Spannend ist es das Zunehmen des Mondes in den nächsten Tagen zu
beobachten). Zu diesem Anlass wurde aus den ersten frischen Frühlingskräutern eine
kräftigende Suppe gekocht.

 

 

Bildquelle: https://baerlinerin2.wordpress.com/2015/04/06/ostern-vollmond-20224036/

 

Quellen: https://artedea.net/ostara/

 

https://www.viversum.de/online-magazin/goettin-ostara

 

 

Rezept Gründonnerstagssuppe

 

Zutaten:

 

  • 1 Zwiebel
  • etwas Butter
  • 2-3 Kartoffeln
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • Drei volle Hände grüne Kräuter: zum Beispiel Brennnessel, Giersch, Schafgarbe,
    Löwenzahn, Bärlauch, Gundermann (nicht zu viel), Spitzwegerich, Sauerampfer,
    Knoblauchrauke, Vogelmiere oder auch Petersilie, frischer Spinat oder
    Schnittlauch
    - Bitte nur verwenden was Ihr sicher erkennt!
  • 100 ml Sahne
  • Salz und Pfeffer
  • Etwas Zitronensaft  

 

Zubereitung

 

1.    Die Zwiebel kleinschneiden und mit etwas Butter in einem Suppentopf andünsten.

 

2.    Die kleingeschnittenen Kartoffeln und die Gemüsebrühe dazugeben geben.
Kochen lassen bis die Kartoffeln weich sind.

 

3.    In der Zwischenzeit die Kräuter waschen, trocken tupfen und fein hacken. Die
Kräuter in die Suppe geben und ca. 5 Minuten ziehen lassen. Nicht kochen, damit
die Vitamine erhalten bleiben.

 

4.    Anschließend die Sahne dazugeben und die Suppe pürieren.

 

5.    Zum Schluss noch mit Salz und Pfeffer und evtl. etwas Zitronensaft abschmecken.

 

 

Wer möchte kann die Gründonnerstagssuppe mit Gänseblümchen dekorieren. Das
Sieht hübsch aus und die Gänseblümchen kann man auch mitessen.

 

Tipp 2: Ein Eierrate-Quiz

Viele Tiere legen Eier. Wisst Ihr welche?

 

Hühner, Hasen, Frösch, Katzen, Bienen, Schnabeltiere, Känguruhs, Meisen???

 

 

 

Die Eier sehen sehr unterschiedlich aus. Manche sind ganz klein, so dass man Sie kaum

sehen kann, andere von einer gallertigen Masse umgeben und wieder andere haben

eine harte Schale. Allen gemeinsam ist, dass in ihnen der Nachwuchs heranwächst.

 

Selbst bei Vogeleiern gibt es gewaltige

Größenunterschiede. Das kleine Ei ist

von einer Blaumeise, das Große vom

Vogel Strauß.

 

Tipp 3: Ostereier mit Naturfarben färben.

Dazu sollte man sich zuerst die Eier, die man Färben möchte, genau angucken.

 

Wir empfehlen natürlich Bio Eier mit der Kennziffer 0.

 

 

Entdeckertipp: Ungekocht oder gekocht?

 

Sind die Eier frisch gekauft, könnt Ihr gleich mit dem Kochen starten. Wenn Sie aber aus dem Kühlschrank kommen könnt Ihr zuerst mal testen, ob sich vielleicht ein gekochtes Ei zwischen die Frischen gemogelt hat. Wie geht das? Ob ein Ei roh oder gekocht ist, kann man von außen nicht sehen. Aber wenn man Sie auf der Tischplatte dreht, verhalten Sie sich unterschiedlich. Ein rohes Ei trudelt träge und bleibt schnell still liegen, ein gekochtes Ei dreht sich wie ein Kreisel. Warum? Die Flüssigkeiten im Inneren des rohen Eis bremsen die Drehbewegung. Das Innere des gekochten Eis ist fest und macht die Bewegung mit.

 

Entdeckertipp: Frisch oder alt?

 

Um festzustellen ob ein Ei frisch oder alt ist, braucht man ein Gefäß mit Wasser, in dem das Ei schwimmen kann.

 

Ei in das Wasser legen und das Ergebnis anschauen.

 

 

·       Ei liegt auf der Seite auf dem Boden des Gefäßes – Ei ist ganz frisch

 

·       Ei steht senkrecht auf dem Boden – Ei ist ein paar Tage alt, aber noch gut und kann verwendet werden

 

·       Ei schwimmt im Wasser und hat keinen Kontakt mehr zum Boden – Finger weg, das Ei ist zu alt und muss entsorgt werden.

 

Warum ist das so? Die Luftblase im Ei wird immer größer. Ab etwa 4 Wochen fängt das Ei an zu schwimmen und sollte nicht mehr gegessen werden.

 

Ausführliche Infos gibt es dazu bei Ökotest:

 

https://www.oekotest.de/essen-trinken/Eier-Test-So-erkennen-Sie-ob-das-Ei-noch-frisch-ist_600915_1.html

 

 

 

 

 

Und jetzt wird gefärbt:

 

Es muss nicht immer Chemie aus dem Supermarkt sein. Hühnereier lassen sich auch mit Naturfarben ganz toll färben. Dazu eignen sich eigentlich alle färbenden Lebensmittel.

 

Wir empfehlen:

 

Rotkohl – blau

 

Rotkohl mit Essig – hellblau

 

Rote Beete - rosa

 

Kurkuma – zartgelb

 

Minze oder Spinat – zartgrün

 

Zwiebelschale –hellbraun/orange

 

Kaffeesatz-dunkelbraun

 

 

 

Eine tolle und sehr ausführliche Anleitung zum Färben, und viel Wissenswertes zum Brauch des Eierfärbens gibt es auf der Seite des NABU Bundesverbandes unter:

 

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/feste-feiern/ostern/12107.html

 

Deshalb hier nur eine kurze Zusammenfassung:

 

Eier vorbereiten:

 

·       Eier mindestens 10min kochen – wenn man Sie vorher bei Zimmertemperatur aufbewahrt, braucht man Sie nicht anstechen und Sie bleiben länger haltbar.

 

·       Eier abschrecken, Stempelaufdruck kann mit Essig entfernt werden.

 

·       Eier in Gefäße legen, die anschließend gut gereinigt werden können.*

 

* Ihr könnt die Eier toll mit Mustern

verzieren, wenn Ihr interessante Blätter

oder Blüten sammelt. Dann das Ei in ein

Stück alten Perlonstrumpf legen. Die

Blätter und Blüten hübsch verteilt

anordnen und den Strumpf an der

Eispitze zubinden. Das erfordert ein

bisschen Geschick, die Eier sehen dann

aber toll aus, denn überall da, wo Blätter

oder Blüten liegen, wird das Ei nicht

gefärbt.

 

 

·       Die Eier dann anschließend in die Gefäße geben.

 

Farben herstellen:

 

·       Kaffeesatz und Zwiebelschalen kann man nur mit etwas warmem Wasser aufgießen,

·       Rotkohl, Minze und Spinat kocht man mit
wenig Wasser aus und püriert Sie
anschließend.

Kurkuma kann man auch zermörsern

 

Alle Ansätze hinterher durch ein
Küchentuch abseihen.

 

 

Geduld beim Färben:

 

·       Soviel Färbelösung herstellen, dass die Eier vollständig bedeckt sind.

 

·       Je länger die Eier in der Lösung liegen, desto kräftiger werden die Farben.
Also gerne drüber schlafen!

Wenn Ihr Eure Eier mit Mustern versehen habt kommt dann die Überraschung, wenn Ihr sie auspackt!

 Viel Spaß und guten Appetit!

P.S. Wir würden uns über Ostereierfotos freuen!

Tipp 4: Hasenaktionen Der Feldhase - ein Spitzensportler auf dem Acker

Hoppeln wie ein Hase

 

Die Hinterläufe des Feldhasen sind extrem lang. Deshalb „hoppelt“ er. Dabei stützt er sich auf die Vorderbeine und greift mit den Hinterbeinen weit über die Vorderbeine. Das mag ungelenk aussehen, doch unser Hase hat diese Fortbewegungsart perfektioniert. Probiert es mal aus!

 

 Springen wie ein Hase

 

Feldhasen können drei Meter weit und zwei Meter hoch springen!

 

Wie weit kommt Ihr?

 

 

 

 

Haken schlagen wie ein Hase

 

Zudem kann er dabei noch Haken schlagen d.h. abrupt die Richtung wechseln. Versucht es mal!

 

 

 

 

 

Sprinten wie ein Hase

 

Auf der Flucht erreichen Feldhasen Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometer pro Stunde – Sie sind also schneller, als jeder internationale Spitzensportler bei Olympia!

 

Wie schnell seid Ihr? Gerne könnt Ihr eine Strecke abstecken und Eure Zeit stoppen!

 

 

 

Familienhasenrennen oder Geschwisterduell

 

Material: 5 Stöcke ca. 1m lang

 

 

Vorbereitung: Steckt eine Strecke ab, Länge je nach Kondition der Teilnehmer J

 

Am Anfang wird eine Startlinie markiert, dann werden die fünf Stöcke in den hinteren Teil der Strecke gesteckt mit jeweils ½ m Abstand. Der letzte Stock ist zugleich das Ende der Strecke.

 

Ablauf: Alle Teilnehmer stellen sich hintereinander an der Startlinie auf. Auf Kommando läuft der erste los, rennt im Slalom durch die Stöcke, wendet nach dem letzten Stock und rennt so schnell wie möglich zur Startlinie zurück, klatscht den nächsten Teilnehmer ab, worauf dieser dann starten darf…

 

Foto: dpa

Lösung für das Rätsel der letzten Woche

Die Lärche

 

Wenn man genau schaut, sieht man, dass an den Ästen Nadeln und keine Laubblätter austreiben. Da es bei uns nur einen Nadelbaum gibt, der im Herbst alle Nadeln abwirft und bei dem sie dann im Frühjahr komplett neu austreiben, muss es eine Lärche sein.

 


30.03.2020 Aktionen für die Vorosterzeit

Oster- und Palmschmuck selbst gemacht und blühendes Leben in Wald und Garten heißen unsere Themen in dieser Woche

 

Bei unseren Basteltipps geht es heute oft um Zweige.

 

 

Bitte verwenden sie Gartenschnittabfälle oder Zweige die am Boden liegen. Bitte denken sie daran, dass man in der Natur nach dem 01.03. keine Weidenzweige schneiden darf. Die brauchen die Bienen dringender als wir. Wenn sie keine am Boden liegenden Zweige finden, vielleicht kann ihr Gärtner vor Ort Zweige liefern oder sie finden bereits Abgeblühte in ihrem Garten.

 

Blühendes Leben in Wald und Garten

Das Weidenkätzchen (Christian Morgenstern)

Das Weidenkätzchen

Kätzchen ihr der Weide,
wie aus grüner Seide,
wie aus grauern Samt!
Oh, ihr Silberkätzchen,
sagt mir doch
ihr Schätzchen,
sagt, woher ihr stammt!

Wollens gern dir sagen:
wir sind ausgeschlagen
aus dem Weidenbaum,
haben winterüber
drin geschlafen,
Lieber,
in tieftiefem Traum.

 

 

 

 

In dem dürren Baume,
in tieftiefem Traume
habt geschlafen ihr?
in dem Holz, dem harten,
war, ihr weichen, zarten,
euer Nachtquartier?

Musst dich recht besinnen;
was da träumte drinnen,
waren wir noch nicht,
wie wir jetzt im Kleide
blühn von Samt
und Seide
hell im Sonnenlicht.

 

 

Nur als wie Gedanken
lagen wir im schlanken
grauen Baumgeäst;
unsichtbare Geister,
die der Weltbaumeister
dort verweilen lässt.

Kätzchen ihr der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
Oh, ihr Silberkätzchen,
ja, nun weiß,
ihr Schätzchen,
ich, woher ihr stammt.

 

Tipp 1: Auf der Suche nach Männern und Frauen

 

Im Frühjahr findet man nicht nur viele Frühblüher auf der Wiese und am Wegesrand,
auch viele Bäume und Sträucher beginnen zu blühen. Allen voran Hasel und Weide.
Was viele aber nicht wissen ist, dass es männliche und weibliche Blüten gibt. Und
dass diese entweder auf einem Baum oder Strauch zu finden sind oder an verschiedenen.

 

Macht Euch auf eurem Spaziergang auf die Suche nach blühenden Bäumen und
Sträuchern, hört dabei den unzähligen Bienen, Hummeln und anderen Insekten zu, die
auf der Suche nach Pollen und Nektar von Blüte zu Blüte fliegen. 

 

Findet Ihr die Blüten, die auf den Bildern zu sehen sind?

Auf eurem Spaziergang könnt Ihr auch Naturmaterialien sammeln

 

Familie Weide:

 

Leben getrennt voneinander an verschiedenen Bäumen, Kinder leben bei der Mutter J.

 

Es gibt ungefähr 450 Weidenarten auf der Welt - Bäume und Sträucher. Gemeinsam ist
fast allen Arten, dass es männliche und weibliche Pflanzen gibt. Man nennt das
zweihäusig. Sie sind auf die Bestäubung durch Insekten, vor allem durch die
verschiedenen Bienenarten angewiesen. Die Bienen fliegen auf ihrer Suche nach Nektar,
den beide Geschlechter produzieren, mal männliche und mal weibliche Blüten an und
übertragen dabei den Pollen. Da kein Baum männliche und weibliche Blüten hat,
ist eine Selbstbefruchtung ausgeschlossen.

 

 

Männliche Weidenblüte mit Staubfäden

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: NABU

 

 

 

 

Weibliche Weidenblüte mit Stempeln

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: NABU

 

 

 

Familie Hasel:

 

Leben gemeinsam an einem Strauch

 

Hasel: Der Haselnussbusch ist mit den Birken verwand. Bekannt ist er vor allen Dingen
durch seine leckeren essbaren Früchte, die Haselnüsse. Damit sie entstehen, müssen
auch die Samenanlagen der Hasel befruchtet werden. Sie hat aber eine ganz andere
Strategie als die Weide. Sie ist einhäusig, das heißt sie verfügt an einem Strauch über
männliche und weibliche Blüten. Obwohl die männlichen Blüten ein ganz wichtiger
Pollenlieferant für Bienen sind, erfolgt die Bestäubung der Blüten durch den Wind.

 

 

Findet ihr weibliche und männliche Blüten an einem Strauch?

 

 

Männliche Blüten - leicht zu finden

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: NABU Helge May

 

Weibliche Blüten - schwieriger zu entdecken

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: NABU

 

Forsythie:

 

Verlockende Blüten ohne Funktion

 

Die leuchtend gelb blühende Forsythie (forsythia x intermedia) die in unseren Gärten
gepflanzt wird, ist eine Hybride, das heißt eine Kreuzung aus zwei verschiedenen Arten.
Sie sind steril, können sich also nicht selbst vermehren. Ihre Blüten enthalten weder
Nektar noch Pollen und sind somit für unsere Bienen nutzlos. 

 

Forsythie 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: NABU Helge May

 

Kornelkirsche: 

 

Männchen und Weibchen in einer Blüte

 

Die ebenfalls früh im Jahr gelb blühende Kornelkirsche ist eine sehr wichtige Bienen-
weide. In ihren Blüten, die sowohl Stempel als auch Staubfäden enthalten, also
männlich und weiblich gleichzeitig sind, finden unsere Insekten sowohl Pollen für ihren
Nachwuchs als auch Nektar zur Stärkung für die erwachsenen Tiere.

 

Kornelkirsche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: NABU Helge May

Tipp 2: Spiele aus der guten alten Zeit - Ringe werfen

 

Material: biegsame Zweige, Stöcke, Zapfen z.B. von Fichte oder Kiefer 

 

Steckt 5 Stöcke so in die Erde, dass es so aussieht, wie die 5 auf einem Würfel .

 

Die Stöcke sollten dabei ca. ½ m Abstand zueinander haben. 

 

Flechtet aus den Zweigen einen oder auch mehrere Ringe.  

 

Versucht nun von einer Startlinie den Ring über einen der Stöcke zu werfen.

 

Wählt je nach Schwierigkeitsgrad einen Abstand

 

für      Anfänger / Fortgeschrittene / Profis

 

von     2m /   4m /   6m.

 

Jeder hat drei Versuche. Der Stock in der Mitte zählt doppelt. Pro getroffen Wurf gibt es

einen Punkt. 

Wer trifft den Ring

Legt nun den Ring entweder auf den Boden oder baut euch mit Hilfe zweier Stöcke eine Ringhalterung. Sucht euch wieder eine Startlinie von der aus ihr versucht einen Zapfen in den Ring zu treffen. Pro Treffer gibt es einen Punkt.

Tipp 3: Bunte ausgeblasene Eier selber herstellen

 

Bunte Eier schmücken traditionell nicht nur die Palmen vor der Haustür, sondern auch

zahlreiche Ostersträuße. Auch an diesem ungewöhnlichen Osterfest sollte ein bunter

Strauß nicht fehlen.

 

Für den individuellen Baumschmuck braucht ihr:

 

möglichst helle Hühnereier,

 

ein spitzes Messer,

 

eine Schüssel zum Auffangen der Eimasse,

 

einen Schaschlik Spieß,

 

Farben (Wasserfarben, wasserfeste Filzstifte),

 

Tonpappe,

 

Kleber,

 

Streichhölzer,

 

Faden 

 

·       Zuerst die Eier gründlich waschen. 

·       Mit einem spitzen Messer in die Eispitze ein kleines Loch bohren 

·       In die Unterseite ein etwas größeres Loch bohren/brechen 

·       In das kleine Loch hinein pusten. Die Eimasse wird dann aus dem größeren Loch

hinausgedrückt. Bitte auffangen und zum Kuchenbacken verwenden. J

Das Ei vorsichtig abwaschen und trocknen lassen.

 

·       Dann auf einen Schaschlik Spieß stecken und bemalen. 

·       Anschließend das Streichholz in der Mitte durchbrechen und einen Faden am
Streichholz befestigen. 

·       Das Streichholz durch das kleine Loch in das Ei einführen und das Ei dann am
Osterstrauß aufhängen.

Hier kommen ein paar Ideen, wie man Eier verzieren kann:

 

·       Wir würden uns sehr über Fotos von Euren Kunstwerken freuen. J

 

·       Und hier noch eine Idee, falls ihr die Eierkästen auch noch zum Basteln nutzen wollt!

 

Tipp 4: Familientipp - Wir basteln Osterkörbchen aus Naturmaterialien

 

Material: Baumscheibe, Holzreste oder ein alter Tontopf als Bodenplatte für das

Körbchen, lange biegsame Zweige, Gartenschnitt, sonstige Naturmaterialien (Moos,

leere Schneckenhäuser, Rindenstücke, …). 

 

Entweder im Garten oder auf einem gemeinsamen Waldspaziergang könnt Ihr Euch auf

die Suche nach unterschiedlichen Naturmaterialien machen. Zum Flechten gut geeignet

sind dünne Zweige. Dank des Sturmtiefs im Frühling kann man viele Zweige am Boden

finden, die sich noch gut biegen lassen. Ebenso Moos, wunderschöne Rindenstücke und

mit etwas Glück sogar eine Baumscheibe von den gefällten Bäumen. 

 

1.    Arbeitsschritt: 

Ihr zeichnet auf die Baumscheibe oder das Holzstück Markierungen für die Löcher,
die gebohrt werden, ein. Vielleicht nicht zu wenige Löcher einzeichnen, da der
Korb sonst unstabil wird.
 

Wichtig: Die Anzahl der Löcher spielt eigentlich keine Rolle. Es muss nur immer

eine ungerade Zahl an Löchern sein, da es sonst beim Flechten Schwierigkeiten

gibt, also 7, 9, 11, 13… 

Wenn Ihr einen Tontopf nehmt, füllt diesen mit Erde.

 

2.    Arbeitsschritt: die Löcher werden gebohrt.     

3.    Arbeitsschritt: Dünne Zweige in die vorgebohrten Löcher stecken oder bei der
Tontopfvariante die gekürzten Zweige tief in die Erde stecken.

 

4.    Arbeitsschritt:
Dünne Zweige oder lange Gräser, evtl. auch Fasern von Birkenrinde
einflechten.
Wie beim Weben, einmal vor dem gesteckten Zweig, einmal hinten herum.

5.    Arbeitsschritt: 

Dekorieren des Körbchens mit Moss, den gefunden Dingen aus der Natur oder
mit Figuren, die aus der Rinde ausgeschnitten wurden.

Dabei ist Eurer Phantasie keine Grenze gesetzt!

Tipp 5: Naturrätsel - Welcher Baum treibt hier aus! Schaut genau! - Die Antwort gibt es nächste Woche.

23.03.2020 - Die Wiese im Frühling

Die ersten bunten Farbtupfer der Natur

Bei den Indianern heißt das Wort für Frühling "Jojo", was so viel wie Ehrfurcht und Staunen bedeutet. In unserem hektischen und konsumorientierten Leben kennen wir diese Worte fast gar nicht mehr. Nun haben wir vielleicht die Zeit diese Worte zu begreifen und mit Ehrfurcht und Staunen den Frühling zu entdecken.

 

 

 

Auf den Wiesen, im Garten, am Wegesrand grünt und blüht es überall. Die prallgefüllten Knospen, die schon so lange auf ihre Zeit gewartet haben, brechen in diesen warmen Frühlingstagen auf und es erscheinen farbige Blüten und erste Blättchen in zartem Grün. Das neue Leben beginnt!

 

Tipp 1: Augen auf! - Wer entdeckt diese Blumen?

Gänseblümchen

Scharbockskraut

Löwenzahn

Huflattich

Ehrenpreis

Buschwindröschen


Macht euch auf die Suche nach den ersten Farbtupfern in diesem Frühjahr. Geht dazu in den Garten oder macht mit euren Eltern und Geschwistern einen Spaziergang. Wer eine Lupe hat, kann diese gerne mitnehmen, vielleicht hat sich ja das eine oder andere Krabbeltier in einer Blüte versteckt.

 

Es kann sein, dass ihr eine dieser Blumen bei eurer Suche nicht entdeckt, einfach deswegen, weil sie in eurer Umgebung nicht wächst. Vielleicht gibt es dafür andere Frühlingsblumen. Wer richtig gute Augen hat und genau hinsieht, entdeckt auch die ganz kleinen und unscheinbaren Blümchen.

 

Filmtipp:

Jan Haft hat tolle kurze Umweltbildungsfilme zusammengestellt. Der Film Frühlingsblüher im Auwald passt perfekt zu diesem Thema.

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Tipp 2: Wir gestalten eine Pflanzenfarbpalette

Material: Tonpapier, Stift, Kleber, Schere

 

Aus Tonpapier schneidet ihr eine Farbpalette aus (ca.10 x 5cm).

 

Nun macht euch auf die Suche nach den Farben in der Natur. Nehmt z.B. von einer Blüte ein Blütenblatt und klebt es auf die Palette, dann sucht ein Blatt in zarten hellgrün, ein anderes in dunkelgrün, …, so dass eure Farbpalette am Schluss voller verschiedener Farben der Natur ist.

 

 

Tipp 3: Pflanzenraten

Ein Familienmitglied denkt an eine Pflanze, die in der Nähe wächst. Die anderen Familienmitglieder stellen Fragen, die nur mit ja oder nein beantwortet werden dürfen. Ist deine Pflanze gelb? Hat sie runde Blätter? …. Es wird solange gefragt bis einer die richtige Pflanze erraten hat.

 

Tipp 4: Familientipp für Pflanzenkenner: Wir bereiten einen frischen Wiesensalat zu – Nur zusammen mit euren Erwachsenen!

Wildpflanzen haben oft eine erstaunliche Heilwirkung und stärken zudem unser Immunsystem.

 

Warum nicht mal einen leckeren Wildpflanzensalat zubereiten?

 

Das bringt viele Vorteile mit sich, man kommt raus in die Natur zum Pflanzen sammeln, man muss nicht zum Einkaufen und es ist zudem noch gesund.

 

 

Bitte sammelt nur die Pflanzen, die ihr wirklich sicher erkennt! Es gibt schließlich auch giftige Pflanzen. Am besten ihr sammelt im Garten oder auf einer ungespritzten Wiese eine gute Idee ist auch, Wildkräuter auf dem Balkon wachsen zu lassen. Das freut nicht nur Bienen und Hummeln, man kann sie auch essen. Wascht die Pflanzen gründlich unter heißem Wasser.

 

Rezept für 4 Personen:

 

Zutaten: Marinade aus Zitronensaft oder Essig und 3 El Pflanzenöl, Salz/Pfeffer, drei Hand voll Kräuter (junge Blätter von Löwenzahn, Spitzwegerich, Brennnessel, Vogelmiere, Huflattich, Sauerampfer, etwas Gundermann)

 

Die Kräuter werden fein geschnitten und mit der Marinade vermengt.

 

Besonders lecker schmeckt das Ganze zu selbstgebackenen Semmeln und selbstgeschüttelter Butter.