Willkommen bei der NABU Bezirksgeschäftsstelle Allgäu-Donau-Oberschwaben

Leider bieten wir zur Zeit pandemiebedingt keine Veranstaltungen vor Ort an. Unsere nächsten digitalen Vernbastaltungen finden sie hier:

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Die NABU-Bezirksgeschäftsstelle Allgäu-Donau-Oberschwaben sowie die Landesgeschäftsstelle in Stuttgart sind bis auf Weiteres geschlossen. Sie erreichen uns natürlich trotzdem weiterhin telefonisch und per E-Mail (sabine.brandt@nabu-bw.de).

Die NABU Geschäftsstelle ADO (Allgäu-Donau-Oberschwaben)

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

 

Zur Unterstützung der örtlichen NABU-Gruppen in den Landkreisen Alb-Donau, Biberach und Ravensburg sowie im Stadtkreis Ulm/Neu-Ulm hat der Landesverband Baden-Württenberg im Oktober 2016 eine hauptamtlich besetzte Bezirksgeschäftsstelle in Biberach eingerichtet. Außerdem bietet unsere Familienteamerin Naturgeburtstage und Projekte für Kindergärten und Schulklassen an.

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Nachrichten aus dem Bezirk

Die Geschäftsstelle ist umgezogen

Unsere Geschäftsstelle ADO ist jetzt in Laupheim.

 

Digitale Vorträge

Solange perönliche Treffen pandemiebedigt nicht stattfinden können weichen wir auf digitale Vorträge aus.
Beim Vortrag von Georg Heinezum Thema 'Vogelzug'  konnten wir 57 Zuhörende begrüßen.

 

Bündnis für Artenvielfalt im Radio

Am Mittwoch, den 17.03.2021 durfte das Bündnis für Artenvielfalt bei Radio freefm die Sendung 'Plattform' gestalten.

Zwischen 16:00 und 17:00 waren wir zuhören:

Frequenzen: UKW 102,6 MHz - Kabel 97,70 MHz & 93,45 MHz - Livestream www.freefm.de. Wer es verpasst hat kann in der Mediathek nachhören:

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Unter der Rubrik 'Aktionsideen' stellen wir Informationen zu Naturthemen, Beobachtungs-, Bastel- und Spieltipps für Kinder und Erwachsene zusammen.

 

 

 

Nester und Nistkästen sind das Thema unseres 22. Newsletters.

Macht mit, bei unserem Nistkastenwettbewerb. Wir freuen uns auf viele, tolle Einsendungen und die Vögel freuen sich über zusätzliche Nistmöglichkeiten.

 

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Foto: NABU/ Sabine Teufl


Die nächsten Onlineveranstaltungen in unserem Bezirk:





Satzungsänderungen

Da der Bundes- und der Landesverband des NABU in den Jahren 2017 und 2018 ihre Satzungen geändert haben müssen auch alle Untergruppierungen ihre Satzungen anpassen. Diese werden entweder auf der jeweiligen gruppeneigenen Hamepage oder hier veröffentlicht.

Download
Satzung_NABU_Aitrach_2020.pdf
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Der Rohrsee  - Ein Vogelschutzgebiet in Not?

 

Der Rohrsee (Landkreis Ravensburg), ein in der letzten Kaltzeit in einem Toteisloch entstandenes Stillgewässer, ist eines der ältesten Naturschutzgebiete Süddeutschlands. Er ist ein natürlicherweise makrophytenreiches, eutrophes Stillgewässer, das keinen natürlichen Abfluss aufweist, sondern nur über den Grundwasserkontakt entwässert. Eine Besonderheit ist, dass er genau auf der Europäischen Wasserscheide gelegen ist.

 

Er ist nicht nur für Zugvögel ein Rastgebiet von internationaler Bedeutung, sondern beherbergte auch lange Jahre eine landesweit bedeutende Brutkolonie des Schwarzhalstauchers. Doch schon Ende der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts gab es einen deutlichen Einbruch des Bruterfolges des Schwarzhalstauchers. Der Bestand erholte sich, nachdem ein Berufsfischer, auch auf Anraten des Naturschutzes, einen Pachtvertrag für das Gewässer erhielt und den Hechtbestand deutlich reduzierte. Leider war dieser Erfolg nicht von Dauer und obwohl der Schwarzhalstaucher bekannt für stark schwankende Nachkommenzahlen ist, muss man seit 1997 den Rohrsee als Populationssenke ansehen.

 

In den letzten Jahren verschlechterte sich nicht nur der Zustand der Schwarzhalstaucherpopulation weiter, auch das Spektrum der anderen Brutvogelarten veränderte sich. Während Lachmöwen- und Schnatterentenbestände abnahmen, fanden Mittelmeermöwen geeignete Brutplätze und sie und Rohrweihen ausreichend Nahrung. Auch die Wasserqualität und damit der Bewuchs des Sees veränderten sich hin zu einem Gewässer mit deutlich weniger Makrophyten und dafür mit gelegentlichen Algenblüten.

 

Besonders die Veränderungen in der Vogelwelt wurden in den letzten Jahren von Ornithologen mehrfach thematisiert und immer wieder mit der Bewirtschaftung des Sees durch den Berufsfischer in Verbindung gebracht. Anfang 2019 wurde dann vom NABU ein Antrag auf Umweltinformation beim RP Tübingen gestellt, um Klarheit über die rechtlichen Grundlagen zu erlangen. Von den örtlichen Ornithologen, dem Bund Naturschutz Oberschwaben, gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Tübingen wurde die Situation dann intensiv bearbeitet. Dabei wurde nicht nur die fischereiliche Nutzung beleuchtet, in dem die ichthyologischen Gutachten der letzten Jahre zu Rate gezogen und die Beobachtungen der örtlichen Ornithologen ausgewertet wurden. Auch das veränderte Wasserregime durch die zunehmende Verschlammung, das veränderte Nahrungsangebot, die verschiedenen Prädatorengruppen (Raubfische, Vögel, Landsäugetiere) und deren Einfluss auf die Brutvogelpopulationen wurden diskutiert.

 

Diese Diskussionen mündeten in einem runden Tisch, an dem neben Experten der Naturschutzverbände und örtlichen Ornithologen, die Fachleute des RP aus Naturschutz und Fischerei, sowie der Berufsfischer teilnahmen. Diese verabredeten eine, mittlerweile unterschriebene und in Kraft getretene, Zusatzvereinbarung zum Fischereipachtvertrag die als Vorbereitung auf ein erweitertes Bewirtschaftungskonzept gilt. Ziel dieser Vereinbarung ist die Reduzierung des Raubfischbestandes. Dabei soll die Störung des Brutgeschäftes der Wasservögel möglichst gering ausfallen. Dazu wurden verschiedene Zonen im Gewässer festgelegt, die unterschiedlich befischt werden müssen. Sehr wichtig ist die zusätzliche Vereinbarung der engmaschigen Erfolgskontrolle durch die ortsansässigen Ornithologen und ggf. eine Anpassung der Maßnahmen.

 

Da der Rohrsee auch im gerade neuen Managementplan mit mehreren Maßnahmen und hoher Dringlichkeit aufgeführt ist, die auch einige der anderen negativen Auswirkungen auf die Schwarzhalstaucherpopulation verbessern könnten, hoffen wir auf einen Erfolg der ergriffenen Initiativen und auf eine baldige Erholung des Brutvogelbestandes. Dafür bitten wir um etwas Geduld!

 


Für Mensch und Natur