Willkommen bei der NABU Bezirksgeschäftsstelle Allgäu-Donau-Oberschwaben

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

 

Zur Unterstützung der örtlichen NABU-Gruppen in den Landkreisen Alb-Donau, Biberach und Ravensburg sowie im Stadtkreis Ulm/Neu-Ulm hat der Landesverband Baden-Württenberg im Oktober 2016 eine hauptamtlich besetzte Bezirksgeschäftsstelle in Biberach eingerichtet.

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Die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der 22 Ortsgruppen in der Region finden sie hier:

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Nachrichten aus dem Bezirk

Stellungnahmen zu Windenergieanlagen

 Wir machen es uns nicht leicht!

Am Freitag, den 25.02.22, trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Naturschutzverbände NABU, BUND und Schwäbischer Albverein, um die Flächen der geplanten Windenergieanlagen in Laichingen zu begutachten. Vor Ort in Augenscheinnahme ist eine Vorraussetzung für fundierte Stellungnahmen. Damit Klima- und Artenschutz gemeinsam gedacht werden können.

 

Bezirksgeschäftsführerinnen von NABU und BUND treffen Dr. Anja Reinalter MdB

 

Vor der Bundestagswahl versprachen die Bundestagskandidatinnen und -kandidaten den Kontakt zu den Naturschutzverbänden zu halten.

 

Dr. Anja Reinalter MdB (Grüne) traf sich deshalb am 03.05.2022 zum erneuten Meinungsaustausch mit den Bezirksgeschäftsführerinnen der anerkannten Naturschutzverbände, Sabine Brandt (NABU) und Jana Slave (BUND). Zu Gast waren sie im NABU Naturschutzzentrum am Federsee bei Dr. Katrin Fritzsch. Es entspann sich eine intensive Diskussion über die Themen Klimawandel und Moorschutz, Erneuerbare Energien und Artenschutz sowie Flächenverbrauch. Die Naturschutzverbände kritisieren insbesondere den verschwenderischen Einsatz des §13 b Baugesetzbuch in vielen Kommunen in den Kreisen Biberach, Ravensburg und Alb-Donau für die schnelle Ausweisung von Baugebieten für Einfamilienhäuser ohne Umweltprüfung und Ausgleichsmaßnahmen. Auch beim Thema Umweltbildung an Schulen und Berufsschulen sowie Bewusstseinsbildung im Bereich umweltverträgliches Handeln, gerade bei jungen Erwachsenen, entstanden bei allen Gesprächspartnerinnen neue Denkanstöße.

 

Im Anschluss wurde vom Steg aus anhand der Pflege des Federseeriedes, Klima- und Artenschutz direkt vor Ort anschaulich thematisiert.

 

Biber, Foto: Thomas Muth
Biber, Foto: Thomas Muth

Jetzt neu am Federsee

Spannende Biberführungen  bietet das Federsee Team jetzt zur Abendstunde an.



Unter der Rubrik 'Aktionsideen' stellen wir Informationen zu Naturthemen, Beobachtungs-, Bastel- und Spieltipps für Kinder und Erwachsene zusammen.

Frühling überall!

Um Frühblüher dreht es sich in unserem neusten Newsletter!

 

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Satzungsänderungen

Da der Bundes- und der Landesverband des NABU in den Jahren 2017 und 2018 ihre Satzungen geändert haben müssen auch alle Untergruppierungen ihre Satzungen anpassen. Diese werden entweder auf der jeweiligen gruppeneigenen Hamepage oder hier veröffentlicht.

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2022-05-06 Satzung NABU Uttenweiler_Entw
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Satzung_NABU_Aitrach_2020.pdf
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Der Rohrsee  - Ein Vogelschutzgebiet in Not?

 

Der Rohrsee (Landkreis Ravensburg), ein in der letzten Kaltzeit in einem Toteisloch entstandenes Stillgewässer, ist eines der ältesten Naturschutzgebiete Süddeutschlands. Er ist ein natürlicherweise makrophytenreiches, eutrophes Stillgewässer, das keinen natürlichen Abfluss aufweist, sondern nur über den Grundwasserkontakt entwässert. Eine Besonderheit ist, dass er genau auf der Europäischen Wasserscheide gelegen ist.

 

Er ist nicht nur für Zugvögel ein Rastgebiet von internationaler Bedeutung, sondern beherbergte auch lange Jahre eine landesweit bedeutende Brutkolonie des Schwarzhalstauchers. Doch schon Ende der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts gab es einen deutlichen Einbruch des Bruterfolges des Schwarzhalstauchers. Der Bestand erholte sich, nachdem ein Berufsfischer, auch auf Anraten des Naturschutzes, einen Pachtvertrag für das Gewässer erhielt und den Hechtbestand deutlich reduzierte. Leider war dieser Erfolg nicht von Dauer und obwohl der Schwarzhalstaucher bekannt für stark schwankende Nachkommenzahlen ist, muss man seit 1997 den Rohrsee als Populationssenke ansehen.

 

In den letzten Jahren verschlechterte sich nicht nur der Zustand der Schwarzhalstaucherpopulation weiter, auch das Spektrum der anderen Brutvogelarten veränderte sich. Während Lachmöwen- und Schnatterentenbestände abnahmen, fanden Mittelmeermöwen geeignete Brutplätze und sie und Rohrweihen ausreichend Nahrung. Auch die Wasserqualität und damit der Bewuchs des Sees veränderten sich hin zu einem Gewässer mit deutlich weniger Makrophyten und dafür mit gelegentlichen Algenblüten.

 

Besonders die Veränderungen in der Vogelwelt wurden in den letzten Jahren von Ornithologen mehrfach thematisiert und immer wieder mit der Bewirtschaftung des Sees durch den Berufsfischer in Verbindung gebracht. Anfang 2019 wurde dann vom NABU ein Antrag auf Umweltinformation beim RP Tübingen gestellt, um Klarheit über die rechtlichen Grundlagen zu erlangen. Von den örtlichen Ornithologen, dem Bund Naturschutz Oberschwaben, gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Tübingen wurde die Situation dann intensiv bearbeitet. Dabei wurde nicht nur die fischereiliche Nutzung beleuchtet, in dem die ichthyologischen Gutachten der letzten Jahre zu Rate gezogen und die Beobachtungen der örtlichen Ornithologen ausgewertet wurden. Auch das veränderte Wasserregime durch die zunehmende Verschlammung, das veränderte Nahrungsangebot, die verschiedenen Prädatorengruppen (Raubfische, Vögel, Landsäugetiere) und deren Einfluss auf die Brutvogelpopulationen wurden diskutiert.

 

Diese Diskussionen mündeten in einem runden Tisch, an dem neben Experten der Naturschutzverbände und örtlichen Ornithologen, die Fachleute des RP aus Naturschutz und Fischerei, sowie der Berufsfischer teilnahmen. Diese verabredeten eine, mittlerweile unterschriebene und in Kraft getretene, Zusatzvereinbarung zum Fischereipachtvertrag die als Vorbereitung auf ein erweitertes Bewirtschaftungskonzept gilt. Ziel dieser Vereinbarung ist die Reduzierung des Raubfischbestandes. Dabei soll die Störung des Brutgeschäftes der Wasservögel möglichst gering ausfallen. Dazu wurden verschiedene Zonen im Gewässer festgelegt, die unterschiedlich befischt werden müssen. Sehr wichtig ist die zusätzliche Vereinbarung der engmaschigen Erfolgskontrolle durch die ortsansässigen Ornithologen und ggf. eine Anpassung der Maßnahmen.

 

Da der Rohrsee auch im gerade neuen Managementplan mit mehreren Maßnahmen und hoher Dringlichkeit aufgeführt ist, die auch einige der anderen negativen Auswirkungen auf die Schwarzhalstaucherpopulation verbessern könnten, hoffen wir auf einen Erfolg der ergriffenen Initiativen und auf eine baldige Erholung des Brutvogelbestandes. Dafür bitten wir um etwas Geduld!

 


Für Mensch und Natur