Unsere Projekte


DVD „Geheimnisvolles Federseemoor

 Faszinierende Bilder und allerlei Infos rund um die Tier-und Pflanzenwelt in Südwestdeutschlands größtem Moor – diese Einblicke bietet der Film von Sabine Häring.

 

Beitrag 'Ein Tag am Federsee' auf SWR:

https://www.swr.de/natuerlich/ein-tag-am-federsee/-/id=100810/did=20353550/nid=100810/1m0oyab/index.html


NABU Bezirksgeschäftsstelle befragt Bundestagskandidatinnen und -kandidaten im Kreis Biberach zu Natur- und Umweltschutz

Biberach – „Natur- und Umweltschutz geht uns alle an und ist vielen hier im Kreis Biberach wichtig“, sagt Sabine Brandt von der NABU Bezirksgeschäftsstelle. „Die Bundestagswahl am 24. September ist richtungsweisend zum Beispiel dafür, wie die Landwirtschaft der Zukunft aussieht. Und das hat auch unmittelbare Auswirkungen bei uns vor Ort – für unsere Ernährung, für unsere Landschaft, für die Artenvielfalt.“ Deshalb hat der NABU die Bundestagskandidatinnen und -kandidaten von CDU, SPD, Grünen und die Linke zu zentralen Aspekten des Natur- und Umweltschutzes befragt.

 

Für ihre Antworten hatten die Kandidierenden drei Wochen Zeit. Innerhalb dieser Frist haben sich die SPD und die Grünen zurückgemeldet. Von den Kandidierenden der Parteien CDU und die Linke erhielt der NABU leider keine Antwort.

Sowohl Martin Gerster (SPD) als auch Dr. Anja Reinalter (Grüne) antworteten sehr ausführlich auf die Fragen des NABU. Erfreulich aus NABU Sicht ist, dass beide sich für einen deutlichen Wandel in der Landwirtschaftspolitik aussprechen. So lehnen sie die Neuzulassung von Glyphosat und den Einsatz von Neonicotinoiden im Pflanzenschutz ab, möchten sich für eine Verringerung der Güllefracht und eine Umwandlung der Direktzahlungen nach Flächengröße hin zur Förderung öffentlicher Leistungen einzusetzen.

 

„Wir arbeiten überparteilich und geben keine Wahlempfehlungen für bestimmte Parteien oder Personen. Es ist uns aber ein großes Anliegen, dass die Wählerinnen und Wähler die Standpunkte der Kandidaten in Sachen Natur- und Umweltschutz kennen, wenn sie am 24. September ihr Kreuz machen“, betont Sabine Brandt.

 

Hintergrund:

 

Die zehn „Wahlprüfsteine“, die der NABU an die Kandidierenden der derzeit im Bundestag vertretenen Parteien verschickt hat, sowie weitere Informationen sind zu finden unter: www.NABU-BW.de/wahl2017

 

Die vollständigen Antworten der Kandidierenden finden Sie unter hier:

 

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2017-07-18 _Anja ReinalterWahlprüfsteine
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Martin Gerster - 2017-07-18 - Wahlprüfst
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Intensiver Austausch auf dem Hof der Familie Wolf

Foto: Evelin Wolf

 

NABU-Projekt „Dialogforum Landwirtschaft und Naturschutz“ war zu Gast in Bernstadt

 

 

Bernstadt – Miteinander statt übereinander reden – das war das Motto einer NABU-Veranstaltung in der Reihe „Dialogforum Landwirtschaft und Naturschutz“ am Montagabend (17.7.) auf dem Bauernhof der Familie Wolf in Bernstadt im Alb-Donau-Kreis. Rund 20 Personen vor allem aus der Landwirtschaft, aber auch aus Naturschutz, Verwaltung und interessierter Öffentlichkeit sind der Einladung des NABU gefolgt. In einem dreistündigen Rundgang mit Ausfahrt aufs Feld besichtigten sie den Betrieb und tauschten sich intensiv über die Frage aus, wie landwirtschaftliche und naturschutzfachliche Interessen unter einen Hut zu bringen sind.

 

„Wir wollen eine Plattform für den offenen und konstruktiven Austausch auf Augenhöhe schaffen“, erklärte Jochen Goedecke, Leiter des Projektes „Dialogforum Landwirtschaft und Naturschutz“ beim NABU. „Es geht darum, voneinander zu lernen, die Anliegen des anderen zu verstehen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Ich freue mich, dass uns das in Bernstadt einmal mehr gelungen ist.“

 

Die Wolfs wollen „Gemeinsam Boden gut machen“

 

Der Betrieb Wolf ist nicht zufällig als Veranstaltungsort gewählt: Die Familie Wolf stellt ihren Hof derzeit auf biologische Bewirtschaftung um und hat dafür einen Förderpreis der Initiative „Gemeinsam Boden gut machen“ erhalten. Ausgelobt wird diese Auszeichnung vom NABU und der Alnatura Bio-Bauern-Initiative für Betriebe in der Umstellung. Die finanzielle Förderung dient zum einen der Anerkennung, zum anderen soll sie die mitunter großen finanziellen Belastungen abfedern. 2017 wurden über die Initiative bundesweit über 430.000 Euro an 18 landwirtschaftliche Betriebe ausgeschüttet.

 

Einen Hof auf biologische Bewirtschaftung umzustellen, macht sehr viel mehr Veränderungen nötig, als einfach nur auf chemische Spitzmittel oder synthetischen Dünger zu verzichten. „Wir haben die Anzahl unserer Schweine von 1.500 auf 850 reduziert. Inzwischen wuseln unsere ersten ‚biologischen‘ Ferkel durch den Stall“, erklärte Betriebsleiter Ulrich Wolf. Auch auf den Äckern hat sich viel getan. Die Wolfs bauen mittlerweile andere Kulturen an: sehr viel Kleegras zur Bodenverbesserung und zum Füttern, Ackerbohnen, Hafer im Gemenge mit Wicken oder Bohnen, Triticale mit Erbsen, Wintergerste, Winterweizen, Sojabohnen, Mais und Luzerne. Alle Kulturen dienen der Fütterung. „Insgesamt bauen wir inzwischen viel weniger Mais an und dafür mehr unterschiedliche Kulturen. Wir sind weiterhin dran, unsere Fruchtfolge zu optimieren.“

 

Neben den Schweinen hält die Familie Wolf rund 40 Milchkühe. Insgesamt bewirtschaftet sie etwa 150 Hektar Fläche. Zwischenfrüchte und Blühstreifen mit Sonnenblumen, Klee, Wicken und Phacelia bieten auch Bienen, Hummeln und Schmetterlingen einen reich gedeckten Tisch.

 

Mit der Veranstaltung in Bernstadt ist das NABU-Projekt „Dialogforum Landwirtschaft und Naturschutz“, das von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg gefördert wird, zunächst abgeschlossen.

 

Hintergrund

 

Über das „Dialogforum Landwirtschaft und Naturschutz“:

 

Das Projekt „Dialogforum Landwirtschaft und Naturschutz“ des NABU wird gefördert durch die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg. Während der zweijährigen Laufzeit will es Landwirtinnen und Landwirte dazu motivieren, sich aktiv für den Erhalt der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft einzusetzen sowie zu einem besseren gegenseitigen Verständnis von Landwirtschaft und Naturschutz beitragen. Dabei steht der praktische Austausch vor Ort im Vordergrund. Im Projektbeirat engagieren sich Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Naturschutz und Behörden. An den 30 Veranstaltungen im Rahmen des Dialogforums nahmen bereits rund 1.000 Personen teil (www.NABU-BW.de/dialogforumlawi).


Erfolgreicher Start von monatlichen Familienprojekten in Ulm und Ehingen-Allmendingen

  • Der NABU Ehingen-Allmendingen bietet in den nächsten Monate eine Reihe Familienprojekte zum Thema Bienen am. Nach dem Start am 11.06.2017 in dem es um die Entwicklung der Bienen und die unterschiedlichen  Sammeltechniken ging, folgt am 06.08.2017 ein Termin mit einem Imker. Danach planen wir wissenswertes über Wildbienen und der Bau von Nisthilfen. Infos gibt es bei der Geschäftstelle.

Foto: Sabine Brandt

Auch viele andere Gruppen im Bezirk bieten regelmäßig Kinder-, Jugend- und Familienprojekte an.

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Besuch des Lina-Hähnle-Gedächniswäldchens in Ahlen

Am 03.06.2017 fand in Ahlen eine interessante Exkursion der NABU Gruppe Uttenweiler statt.

Karl Renz führte durch sein Lina-Hähnle-Gedächniswäldchen. Dieses Waldstück kaufte Lina Hähnle, die Gründerin des BfV und damit des NABU 1911 von einem Familienmitglied von Karl Renz zum Zwecke des Vogelschutzes.  Das Wäldchen wurde nie ernsthaft forstwirtschaftlich genutzt und konnte sich trotz kleinräumigem Kiesabbau und Nutzung als 'wilde Müllkippe' doch relativ ungestört entwickeln. Mittlerweile konnte der Wald von Herrn Renz zurückgekauft werden, der die Gruppe Naturschützer mit Informationen und Geschichten rund um den urigen Wald erfreute. Bei der anschließenden Brotzeit kam dann auch das Gespräch nicht zu kurz. (Foto: NABU-Gruppe Uttenweiler)

 


Unser Streuobstwiesenfest  fand bei schönstem Wetter am 30.04.2017 statt!

Foto: Claudia Klausner

Streuobstwiesenfest

 

in Ochsenhausen

 

Streuobstwiese am ehemaligen Krankenhaus

 

am 30.04.2017    

 

14:00-17:00

 

Streuobstwiesen

 

Sie sind ein Stück Kulturgut Oberschwabens und prägen die Landschaft. Obwohl sie ökologisch wertvoll sind und Lebensraum für bis zu 3000 Tierarten und einer Vielzahl von Pflanzenarten bieten, sind Streuobstwiesen stark im Rückgang.

 

 Als Grundlage für naturbelassenes Tafelobst, für Most, Saft, Wein, Marmelade, Kompott, Kuchen und Dörrobst sind unsere Wiesen unverzichtbar. Durch ihre extensive Nutzung sind sie Rückzugsgebiete für gefährdete Tiere wie zum Beispiel Steinkauz, Fledermausarten, zahlreiche Schmetterlinge und vieles mehr. Allein rund fünf Dutzend Vogelarten wurden als ständige oder vorübergehende Gäste in Streuobstwiesen festgestellt. 

 

Die Pflege und Erhaltung dieses Kulturguts ist den drei Naturschutzverbänden ein Bedürfnis und eine große Freude.

 

Programm:               

 

Führungen:           14:30 Obstbau(m)geschicht(n)

 

                                         16:00 Vogelschutz in Streuobstwiesen

 

Imkerei mit Honigverkauf

 

Infostand wilde Hautflügler NABU

 

Nisthilfen für Solitärbienen basteln

 

Infostand BUND

 

Infostand Fachwarte mit Büchertisch

 

Kinderprogramm und Streichelziegen

 

Naturrallye für Familien

 

Vesperbrettchen schleifen

 

Regionale Streuobstprodukte der Fruchtsaftkelterei Bentele

 

Kaffee, alkoholfreie Getränke und Kuchen

 

Fotos: Sabine Brandt, Hans-Peter Hannak


Die Rückkehr der Wölfe

Bericht vom Vortrag am 03.03.2017 in der VHS Biberach

Foto:Rainer Hauenschild

Warten auf den Wolf

 

Menschen müssen sich erst wieder an ein Zusammenleben mit Isegrim gewöhnen

 

 

 

Mehr als 100 Jahre nach dem Abschuss des letzten Tieres ist die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland nicht mehr aufzuhalten. Von den Populationen in Polen und in den Alpen kommen die Wölfe nun auch zu uns. Inzwischen leben in Deutschland wieder etwa 46 Wolfsrudel, die v.a. in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen angesiedelt sind. In Baden-Württemberg wurden seit 2015 zwei Wölfe überfahren und ein durchziehendes Tier lebend gesichtet. Baden-Württemberg ist also zurecht Wolfs-Erwartungsland. Doch die Rückkehr eines solchen Wildtieres in unsere Kulturlandschaft ist vielerorts begleitet von Ängsten, Unsicherheit, Vorurteilen und Fragen. Und so zog es vergangenen Freitag etwa 70 Leute aus dem ganzen Landkreis und darüber hinaus zu einer Wolfsveranstaltung in die VHS Biberach, zu der Sabine Brandt, Leiterin der NABU Bezirksgeschäftsstelle Allgäu-Donau-Oberschwaben, eingeladen hatte.

 

Mensch nicht im Beutespektrum des Wolfes

 

NABU Wolfsbotschafterin Sabine Häring präsentierte in einem Vortrag Informationen über das Verhalten und die Lebensweise des Wolfes und ging auch ausführlich auf potentielle Konfliktsituationen und die Möglichkeiten ihrer Vermeidung ein. „Da der Wolf bei uns so lange ausgerottet war, müssen wir Menschen das Zusammenleben mit ihm erst wieder erlernen“ so die Rednerin. Dabei zeigt ein Blick auf Länder und Bundesländer, in denen der Wolf noch oder schon wieder heimisch ist, dass eine Gefährdung des Menschen äußerst unwahrscheinlich ist. Seit es in Deutschland wieder Wölfe gibt, gab es keinen einzigen Vorfall, in dem sich ein Wolf einem Menschen aggressiv genähert hat. In Europa gab es in den letzten 50 Jahren nur neun Wolfsangriffe auf Menschen, und diese gingen von tollwütigen oder angefütterten Tieren aus. Der Mensch gehört nicht zum Beutespektrum des Wolfes, Wölfe verhalten sich Menschen gegenüber in der Regel vorsichtig und zurückhaltend.

 

Schutzmaßnahmen schon vor der Ansiedlung

 

Nicht auszuschließen sind hingegen Konflikte mit der Haltung von Nutztieren, insbesondere Schafen. Hier zeigte die Wolfsbotschafterin mögliche Präventionsmaßnahmen auf, etwa eine sichere Umzäunung oder der Einsatz von Herdenschutzhunden. „Wenn wir noch vor der Etablierung des Wolfes in Baden-Württemberg entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen, kann die Rückkehr des Wolfes für alles Seiten erfolgreich verlaufen. Es liegt an unserer Landesregierung, möglichst schnell einen Managementplan zu entwickeln, in dem geregelt ist, welche Präventionsmaßnahmen in welchen Umfang finanziell gefördert werden und in welcher Weise Nutztierverluste durch den Wolf entschädigt werden“. Doch nicht zuletzt ist Isegrims Rückkehr, die stellvertretend für ein bisschen mehr Wildnis in unserer Kulturlandschaft steht, auch eine gesellschaftliche Aufgabe. Damit wir gut darauf vorbereitet sind, müssen alle Beteiligten, ob Naturschützer, Tierhalter, Landwirte, Jäger oder einfach Menschen mit Fragen und Ängsten zu diesem Thema, frühzeitig in einen sachlichen Dialog treten. Ein erster Schritt wurde an diesem Abend gemacht.

 

 

 

 

Der NABU hat eine Broschüre „Willkommen Wolf“ sowie Informationsmaterialien für Tierhalter herausgegeben. Diese können unter www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf heruntergeladen werden.

 


So engagieren wir uns für den Erhalt der Natur vor Ort

Unsere Schutzgebiete

Wir pflegen und betreuen eine Vielzahl von wertvollen Biotopen in unserer Region. Viele Gruppen engagieren sich z.B. in der Riedpflege und freuen sich über aktive Mitarbeit.

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Umweltbildung

Viele Gruppen bieten über das Jahr verteilt Fachexkursionen sowie Naturerfahrungsprojekte für die ganze Familie an.

Schauen Sie in die Termindatenbank oder fragen Sie einfach bei der Gruppe nach.

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Nisthilfenbau und -pflege

Wildbienenhotels sowie Nistkästen für Vögel und Fledermäuse werden von vielen unserer Gruppen gebaut und betreut.

Alle Gruppen freuen sich über Unterstützung

Der Vogel des Jahres

Alljährlich kürt der NABU einen Vogel des Jahres, der auf einen bedrohten Lebensraum aufmerksam macht. Auch wir engagieren uns für diese bedrohten Arten.

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Mitgliederwerbung

Zusätzlich zu der verbandsinternen Werbung bei unseren Veranstaltungen, sind wir auch darauf angewiesen die Menschen auf unsere Anliegen aufmerksam zu machen, die unsere Veranstaltungen noch nicht besuchen.

Deshalb gehen engagierte Studentinnen und Studenten, die bei der Firma Wesser angestellt sind, für uns von Tür zu Tür, um für eine Mitgliedschaft, oder im besten Fall, für aktive Mitarbeit  im NABU zu werben. 

 

In diesem Jahr habe die Studentinnen und Studenten in Ulm/Neu-Ulm und im Alb-Donau Kreis für uns geworben und konnten insgesamt 1012 neue Mitglieder für uns gewinnen.

Besonders freuen wir uns, dass viele Neumitglieder ihre Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit signalisiert haben.

Wir freuen uns auf erfolgreiche und interessante gemeinsame Projekte.

Foto: Sabine Brandt